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Třeboň (Wittingau ) – Stadt der fünfblättrigen Rose, der Karpfen und der Heilbäder

Die südböhmische Stadt Třeboň (Wittingau) wurde dank ihrer Lage inmitten des Naturschutzgebietes, durch ihren historischen Stadtkern wie auch Kurprozeduren zu einer der beliebtesten touristischen Destinationen im Inland von heute. Diese von Teichen und Wäldern des Wittingauer Beckens (400 bis 500 m. ü. M.) umgebene Stadt liegt unweit der Grenze zu Österreich, zwischen den Städten České Budějovice und Jindřichův Hradec.


Stadtamt Třeboň

Masarykovo nám. 20/I e-mail: posta@mesto-trebon.cz
379 01 Třeboň www.mesto-trebon.cz
Katasterausmaß: 98,33 km²
Einwohnerzahl: 8 777 (2009)
Geograph. Breitengrad: 49°0'13.1" N
Geograph. Längegrad: 14°46'14.34" E

Die Wittingauer Geschichte wurde bereits im 12. Jahrhundert geschrieben. Der einzigartige und erhalten gebliebene historische Schlosskomplex samt Bürgerhäusern, bestehend auch aus dem Augustinianerkloster mit der Kirche bzw. der Befestigung mit den Stadttoren, entstand dank des Reichtums der Herren, deren Prosperität und Macht sich in den prachtvollen Umbauten des Sitzes in eine repräsentative Residenz zeigten. Im 1976 konnte somit die Stadt zum städtischen Denkmalschutzgebiet erklärt werden.

Wittingau oder auch Witknow, Witigenowe – so lautete der Name des ursprünglichen Ortes, der im Deutschen nach dessen Inhaber als „Aue von Witiko“ benannt wurde. Die tschechische Bezeichnung Třeboň, vermutlich vom Wort „reinigen“, im Sinne den Boden reinigen, d. h. abholzen, aushauen und kultivieren, abgeleitet, kommt bereits im 14. Jahrhundert (zum ersten Mal im 1365 belegt) hervor.

Die ursprünglich ungastlichen Sümpfe und Moore in der Umgebung wandelte man im Verlauf der Jahrhunderte in ein Gebiet hochentwickelter Teichsysteme um, in ein Gebiet, das von den Wissenschaftlern wegen dessen einzigartigen Naturbiotopen auf der einen Seite, gleichwie von den Naturliebhabern wegen dessen besonderen Reiz auf der anderen Seite vielgesucht ist. Im Jahr 1977 wurde das Gebiet von Třeboň, obwohl es sich nicht um eine natürliche, sondern um die vom Menschen seit dem Mittelalter geschaffene Landschaft handelt, in der UNESCO-Liste von 400 biosphärischen Schutzgebieten eingetragen. 1979 wurde es zum Naturschutzgebiet von Třeboň (700 km2) erklärt.

Třeboň ist durch drei Symbole zutreffend gekennzeichnet: durch die fünfblättrige Rose, Karpfen und Heilbäder.

Die fünfblättrige Rose weist auf die Altertümlichkeit der Stadt hin, in erster Reihe dann auf die Zeit des größten Aufschwungs unter der Herrschaft der Rosenberger.

Wittingauer Karpfen – in der Umgebung von Třeboň gibt es mehr als 500 Teiche in 16 miteinander verbundenen Systemen. Das hiesige Gebiet ist der größte Produzent von Süßwasserfischen, nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in Europa.

Die Tradition des Heilbäderwesens datiert bereits seit dem Jahre 1883, als man begann bei den Heilkuren örtliche Naturschätze, insbesondere Torf, auszunutzen. Der heutige moderne Kurkomplex ist nicht nur auf die Heilung der Krankheiten des Bewegungsapparates, sondern auch auf Entspannungsaufenthalte ausgerichtet.

Zu den neuzeitlichen Symbolen von Třeboň gehören ohne Zweifel auch Fahrräder, als Mittel einer beliebten Form für den aktiven Urlaub, sowie die aus den Schornsteinen der hiesigen Brauerei Regent rauchenden Düfte entstehend beim Brauen des goldigen Getränkes.